Hamburg ohne Rennrad. Also muss die tägliche Bewegungseinheit an der Alster passieren. Fussläufig. Meine Beziehung zu meinen Laufschuhen hat sich dieses Jahr nicht unbedingt verbessert. Das viele Radfahren hat zwar dicke Beine beschert, aber gefühlt auch dicke Füsse. Die ersten 30 Minuten sind ziemlich zäh. Die zweiten 30 Minuten auch. Und wie immer: Rentner, die gazellengleich an mir vorbei schweben. Dynamisch, elegant, kraftvoll. Kurz: Alles, was ich morgens nicht mit an die Alster bringe. Aber dafür habe ich Zeit, die Aussicht zu genießen und dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Wenn meine Atemgeräusche nicht gerade alles übertönen und die Sicht von salzigem Schweiß in den Augen gestört wird. Es ist ein Höllenjob morgens an der Alster. Aber einer muss ihn ja tun.
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